Vorgespräche & Aufklärung
Vor jedem Patienten-Dreh: ein ausführliches Vorgespräch. Was wird gefragt, was nicht, was darf gezeigt werden, was nicht. Jede Person hat die volle Kontrolle.
Ein Jubiläumsfilm zum 50-jährigen Bestehen der LVR-Universitätsklinik Essen. Mit authentischen Stimmen aus Leitung, Pflege, Ärzteschaft und Patientinnen und Patienten. Kein steriler Klinik-Werbefilm, sondern ein vielschichtiges Porträt einer psychiatrischen Einrichtung.
Zum 50-jährigen Jubiläum wollte das LVR-Universitätsklinikum Essen keinen typischen Krankenhaus-Werbefilm. Statt aseptischer Standardbilder sollte ein Film entstehen, der zeigt was hinter den Türen einer psychiatrischen Einrichtung wirklich passiert. Eine vielschichtige Klinik mit Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, und Patientinnen und Patienten, die hier ein Stück ihres Wegs gehen.
Ein Film, der eine Klinik wirklich zeigen soll, muss die ganze Bandbreite an Stimmen einfangen. Wir haben mit der Klinikleitung gedreht, mit ärztlichem Personal aus verschiedenen Fachbereichen, mit Pflegekräften und mit Patientinnen und Patienten, die freiwillig vor die Kamera getreten sind. So entstand ein Porträt aus vielen Perspektiven.
Die strategische Perspektive. Was die Klinik in 50 Jahren geprägt hat, wohin sie sich weiter entwickelt und welchen Anspruch das Team an die Versorgung hat.
Aus verschiedenen Fachbereichen der Psychiatrie und Psychotherapie. Über Diagnostik, Therapieformen und den Alltag in der Versorgung schwer erkrankter Menschen.
Die Stimmen, die am dichtesten am Tag sind. Pflege, Beziehungspflege, Krisen-Begleitung und die Arbeit, die kein anderes Berufsbild leistet.
Freiwillig, mit klaren Vorgesprächen, mit voller Kontrolle darüber was im Film landet. Ihre Worte tragen den Film. Ohne sie wäre alles andere Werbung geblieben.
Wenn Patientinnen und Patienten mitwirken, gelten andere Maßstäbe. Wir haben Vorgespräche geführt, klar gemacht was im Film landet und was nicht. Im Drehmoment haben wir Pausen gegeben, Tempo zurückgefahren und Vertrauen aufgebaut, bevor die Kamera lief. Der Mensch geht vor dem Shot.
Vor jedem Patienten-Dreh: ein ausführliches Vorgespräch. Was wird gefragt, was nicht, was darf gezeigt werden, was nicht. Jede Person hat die volle Kontrolle.
Wir drehen langsamer. Pausen, wenn jemand Pausen braucht. Ein kleines Team, das nicht überfordert. Vertrauen geht vor jedem schönen Bild.
Bevor der Film veröffentlicht wird, sehen Klinik und die einbezogenen Personen das Ergebnis. Erst dann kommt der Cut online. Compliance und Würde stehen vor Tempo.
Kein Massen-Equipment. Kompakte Setups, leise Arbeit, klare Abstimmung mit dem Stations-Team. Die Versorgung läuft, wir bewegen uns drumherum.
Drehen im Klinik- und Gesundheitsumfeld bedeutet ein eigenes Set an Spielregeln. Andere Arbeitsweisen, andere Voraussetzungen, andere Anforderungen an Vertraulichkeit, Würde und Sensibilität als in jedem Industrieunternehmen. Wir wissen wie man in solchen Räumen arbeitet, ohne den laufenden Klinikalltag zu stören und ohne die Menschen vor der Kamera zu überfordern.
Klare Einwilligungs-Prozesse, Vorgespräche, Pausen-Toleranz. Wir wissen wann eine Aufnahme abgebrochen wird, auch wenn sie filmisch gerade wirkt.
Datenschutz, Schweigepflicht, klinikinterne Genehmigungswege. Wir kennen die Prozesse und führen sie aktiv, ohne dass das Klinikteam alles selbst koordinieren muss.
Wir drehen nicht in den laufenden Betrieb hinein. Setups sind kompakt, Abläufe leise und alles ist vorab mit dem Stations-Team abgestimmt.
Kein Spielfilm-Look mit Nebel, keine schnellen Cuts. Ruhe, Empathie und eine Bildsprache, die der Würde des Themas gerecht wird.
Statt einer Chronik, die nach dem Jubiläum verstaubt, hat die Klinik ein Asset bekommen, das auch Jahre später noch zur Aufklärung über die Arbeit der Einrichtung funktioniert. Ein Porträt, kein Werbe-Spot.
Social-Content aus dem DrehblockStigma abbauen, Psychiatrie sichtbar machen.Parallel zum Jubiläumsfilm haben wir an denselben Drehtagen zusätzlich Social-Media-Inhalte produziert. Ziel: Stigmatisierung gegenüber psychischen Erkrankungen abbauen, Aufklärung bieten und emotionale Berührungspunkte schaffen. Ohne extra Drehtag, ausschließlich aus dem bestehenden Setup.